Beiträge über Organisation, Kommunikation und Software im Schweizer Gesundheitswesen. Geschrieben für Menschen, die eine Praxis führen, nicht für Suchmaschinen. Wo eine Zahl steht, steht auch, woher sie kommt.
Künstliche Intelligenz ist im Praxisalltag angekommen, aber nicht überall dort, wo sie versprochen wurde. Sechs Anwendungen, jeweils mit dem, was sie heute übernimmt, und mit dem, was sie liegen lässt.
Deutschland ist bei der sicheren Kommunikation im Gesundheitswesen weiter als die Schweiz — und hat dabei einen teuren Fehlversuch hinter sich. Beides ist lehrreich, der Fehlversuch sogar mehr.
Jede Praxis weiss, dass Zeit verloren geht. Fast keine weiss, wo. Der Unterschied zwischen einer Umstellung, die etwas bringt, und einer, die nur Unruhe stiftet, liegt in einer Woche mit einem Notizblock.
Ratschläge zur Gesprächsführung gibt es reichlich, und sie helfen wenig. Was im Gesundheitswesen misslingt, misslingt nicht im Gespräch, sondern an den Übergängen dazwischen.
Die kurze Antwort lautet 42'602. Die längere erklärt, warum diese Zahl steigt und die Versorgung trotzdem enger wird — und weshalb bei jeder Zahl hier das Bezugsjahr dabeisteht.
Nachrichten sind der schnellste Weg, eine Rückfrage zu klären — und der kürzeste Weg zu einer Verletzung des Berufsgeheimnisses. Was das Gesetz von einem Messenger in der Praxis verlangt, und woran Sie erkennen, ob ein Dienst das erfüllt.
Dass Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen besser wäre, bestreitet niemand. Trotzdem findet sie selten statt — und zwar aus vier Gründen, von denen nur zwei in der Hand einer Praxis liegen.
Ein eigenes Bildarchiv gilt als Sache der Radiologie. Für eine Praxis mit einem Röntgengerät oder einem Ultraschall ist die Rechnung eine andere — und sie geht nicht immer auf.
Dass WhatsApp im Behandlungszimmer nichts verloren hat, ist schnell erklärt. Schwieriger ist die Frage danach: Wie kommt ein Team, das seit Jahren so kommuniziert, tatsächlich davon los?
Auf die Frage „warum jetzt" gibt es keine ehrliche Antwort mit Dringlichkeit. Es gibt aber eine Rechnung, und die lässt sich in einer Woche aufstellen.
Praxen unterscheiden sich in fast allem, aber vier Abläufe kommen überall vor — und stocken überall an denselben Stellen. Was sie blockiert und was jeweils hilft.
E-Mail ist bequem, überall vorhanden und für Gesundheitsdaten der falsche Weg. Nicht wegen einer Regel, sondern wegen dreier Eigenschaften, die im Protokoll selbst stecken.
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